Simone´s und Helmut´s Reiseseiten

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Zur Zeit in Pokhara / Nepal

Nepal/ Tenzing - Hillary Trek (Jiri to Lukla)

Das Gerüttel und Geschüttel ist endlich vorbei. Wir sind in Jiri angekommen. Der Himmel ist schwer mit Wolken verhangen, so als ob es gleich richtig schüttet. Wir schauen uns um, einiges hat sich hier verändert. Die Strasse ist fertiggestellt und es gibt eine Strassenbeleuchtung die mit Photovoltaik funktioniert. Die Bebauung hat sich auch verändert, und wir müssen uns erst einmal orientieren. Dort vor dem Everest Hotel steht ein Mann und winkt freundlich. Er bietet uns ein Zimmer an, ist dabei aber nicht aufdringlich. Kaum haben wir unsere Rücksäcke ausgepackt, wird es auch schon dunkel. Dann regnet es heftig und wenige Minuten später haben wir den zugehörigen Stromausfall. Gut das wir das kennen und eine Kopflampe dabei haben.

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Am nächsten Morgen beginnt dann unsere Wanderung. Wir sehen, dass die kleine tibetische Lodge in der wir vor 4 Jahren übernachteten, beim Erdbeben eingestürzt ist. Insgesamt hat es Jiri wohl ziemlich heftig erwischt. Aber der Ort wurde wieder aufgebaut und sieht recht gut aus. Am Ortsausgang ist es noch wie gehabt, die Wellblechhütten sind noch da, den Leuten hier geht es immer noch nicht besser.

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Am Beginn des Wanderweges nach Shivallaya steht jetzt eine Rasthütte. Hier entsteht unser obligatorisches Startfoto. Der Weg ist völlig neu hergerichtet. Frisch zugehauene Steine, fast alles in Treppen angelegt. An sich richtig gut, nur muss man beachten, dass jede Stufe eine andere Höhe hat! Nach wenigen Meter sind wir völlig durchgeschwitzt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, die Temperaturen auch. Es ist definitiv noch Regenzeit. Genau das wollten wir vermeiden. Aber es sieht so aus als ob die Wolken und die warme Luft vom Golf von Bengalen sich nicht für unsere Klimatabellen interessieren. Am späten Nachmittag erreichen wir nach viele hundert Stufen das hübsche Shivallaya. Wir gehen über die Hängebrücke und stehen zwischen den ersten beiden Gasthäusern. Wir kehren bei Padam ein. Als wir so über den Platz schauen sind wir etwas irritiert, irgendwie ist einiges nicht so wie damals. Padam erzählt, das Shivallaya fast vollständig vom Erdbeben zerstört wurde. Er hat wie viele andere im Ort alles neu aufgebaut. Abends sitzen wir mit Franklin aus New Orleans zusammen. Er will in der Gegend um den Peaky Peak wandern. Wir schauen auf die Landkarten, betrachten Bilder und erzählen von unseren Erlebnissen. Am nächsten Tag regnet es so stark, dass wir alle in Shivallya bleiben.

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Endlich sehen wir Junbesi liegen. Es sieht so schön aus wie wir es in Erinnerung haben. Das schöne Tal, die Stupa leuchtet, davor die Hillary School, rundherum die Lodges und weiter oben das Kloster. Das Tal dahinter leuchtet grün und tief unter rauscht der Fluss. Der Anblick tut richtig gut.

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Der Weg von Deurali über Bandar und Kinja zum Lamjura La war nämlich nicht so prickelnd. Wir müssen diesen Teil eher unter sportliche Herausforderung abbuchen. Bandar ist riesig geworden und das schöne Kloster schwer beschädigt. Kinja ist völlig zerstört und wird durch den Bau eines Wasserkraftwerkes nun endgültig verändert. Der Wanderweg zum Lamjura La ist durch plan- und ziellosen chinesischen Pistenbau völlig zerstört. Auf dem ganzen Weg gibt es nur noch wenige sehr einfache Lodges. Dadurch das die meisten Touristen, die nicht nach Lukla fliegen, ihre Wanderung in Salleri beginnen wird sich diese Gegend auch nicht mehr erholen. Hier in Junbesi bleiben wir zwei Nächte. Wir treffen Franklin, Nur und Mika wieder und verbringen mit Ihnen und der Wirtstochter Nima einen wunderschönen Abend in der gemütlichen Lodge. An unserem Pausetag spazieren wir etwas das Tal hinauf bis zu einer großen Stupa. Im Kloster reden wir lange mit dem einzigen Mönch, der uns erklärt, dass er von Spenden und dem Erlös des kleinen Souvenirladens lebt. Hier wird auch gerade eine Zeremonie für den vor einem Jahr verstorbenen Dorfschullehrer vorbereitet.

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Der weitere Weg nach Ringmo ist traumhaft schön. Der Weg führt durch eine Art Voralpenlandschaft. Wiesen, Apfelplantagen und, das ist neu, Almwirtschaft prägen diese Gegend. Die Aussicht ist immer wieder wunderschön. Am ersten Viewpoint, Everstblick, sitzen wir in der Sonne und essen Nak Chesse. Es ist der zweite richtig schöne Tag! Geht die Regenzeit jetzt doch zu Ende? Leider haben wir keine ganz klare Sicht.

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In Ringmo wird es voller. Jetzt sind auch die Wanderer auf dem Trek, die von Salleri kommen. Da es noch früh ist, gehen wir weiter bis zum Taksindu La. Auch hier ist die uralte Trekkingroute durch den Straßenbau der Chinesen arg beschädigt. Auf unserem Weg weiter nach Nuntala wählen wir unfreiwillig eine Alternative und gelangen so in eine Touristen freie Gegend. So abgelegen gibt es auch keinen Straßenbau der die gewachsenen Strukturen zerstört. Aber auch hier gibt es jetzt Milchwirtschaft. Das scheint den Bauern ein besseres Einkommen zu ermöglichen, denn die Häuser und Höfe sehen richtig gut aus.

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Von Nuntala nach Karikola geht es ja Nepali Flat. Wir brauchen nur etwa 800m absteigen und etwa 1000m aufsteigen. Steil geht es bergab zum Dud Koshi Kola. Zwischendurch sehen haben wir plötzlich klaren Blick auf einige hohe Berge. Welche es sind ist schwer zu sagen, aber es ist schön die ersten Himals zu sehen. Nach der großen Mulistation geht es über den Fluß und dann hinauf nach Juvbing. Hier ist der Weg noch so schön wie vor fünf Jahren. Es blühen viele Blumen und es wachsen tropische Früchte wie Feigen, Bananen und Papayas. Nun geht es noch lange bergauf, es wird wieder kühler und die Vegetation karger. Schließlich erreichen wir gegen frühen Nachmittag die letzte Anhöhe und sehen den Ort Karikola liegen. In der Lodge direkt am Kloster nehmen wir ein Zimmer und bleiben.

Oben am Kloster hören wir Sprechgesang und Trommeln. Vorsichtig schauen wir in die Gompa. Ein junger Mönch winkt, wir sollen uns setzen. Nach einer Weile bekommen wir Tee. Die Mönche rezitieren aus den Schriften. Einer von ihnen leitet die Novizen an. Es ist fremd und beruhigend zugleich. Lange sitzen wir hier. Erst als es zu dämmern beginnt gehen wir zurück zu unserer Lodge.

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Durch Karikola führt eine "Strasse", sie soll nächstes Jahr bis Lukla gehen. Im Aufstieg nach Bupsa erweist sich diese als geradezu gefährlich. Der alte Weg wird immer wieder von der Piste gekreuzt. Wir müssen über steile und abrutschgefährdete Abschnitte steigen. Mit den schweren Rucksäcken ist das echt heftig. Hinter Bupsa ist der Pfad noch vorhanden, aber durch die späte Regenzeit noch naß und rutschig. Als wir endlich Paiya erreichen sind wir redlich müde. Gerade rechtzeitig sitzen wir in der Lodge von Mingma als es heftig zu regnen beginnt. Wenig später ist dann auch der Strom weg. Zeit für ein Candelight Dinner. Zusammen mit unseren neuen Freunden aus Barcelona ist dies ein richtig schöner Hüttenabend.

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Die letzte Etappe des Anmarsches führt uns über den Chutok La und einen Ausichtspunkt an der Khumbu View Lodge mit herrlichem Blick in das Khumbu Tal. Noch einmal ein steiler Abstieg nach Surke. Hier wurde die Brücke vom Fluß weggerissen. Einem Haus fehlt sogar der halbe Keller, aber es steht noch. Diesmal gehen wir nicht hinauf nach Lukla sondern im Tal weiter bis nach Cheplung. Hier kurz vor der "Autobahn" von Lukla nach Namche übernachten wir in einem kleinen sehr familiären Homestay. Mit den Freunden aus Barcelona und einem jungen kanadischen Paar sitzen wir in der Küche unserer Wirtsleute und bekommen ein prima Dal Bhat als Abendessen.

Jotunheim

Jetzt kommen wir in den Sonnenschein. Sofort wird es warm. Unter uns, noch im Schatten, liegt das Berghotel Spiterstulen. Der Parkplatz ist voller Autos und überall in der Umgebung stehen Zelte. Die ganze Nacht über sind noch Leute gekommen und haben ihre Zelte aufgeschlagen.

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Für heute ist bestes Wetter angesagt. Vierzehn Stunden Sonnenschein und blauer Himmel. Schon jetzt überholen uns die ersten Norweger. Wir halten unseren langsamen, aber stetigen Schritt und steigen weiter auf. Es gibt viele Abschneider und die Wegmarkierung ist nicht immer eindeutig. Nach etwa einer Stunde erreichen wir eine Geländekante und die ersten Schneefelder liegen vor uns. Bis hier ist es eine anstrengende, aber schöne Wanderung. Im Rückblick sehen wir jetzt den Glittertind und einige große Gletscherzungen. Vor uns liegt die Snownose und ein steiler Anstieg über Geröll und große Blöcke.

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Wir steigen weiter und erreichen den aufwärtsführenden Grat. Einen Weg gibt es hier nicht mehr. Es ist eine einzige Kletterei über große Steine und noch größere Blöcke. Sehr anstrengend und kräftezehrend. So geht es weiter jetzt bis zum ersten Vorgipfel. Dann wieder hinunter über ein Schneefeld und noch einmal über blockiges Gelände hinauf. Simone fängt an schwer zu atmen. Knie und Hüfte wollen nicht so richtig. Wir erreichen die Höhe und sehen, dass wir, um den Gipfel des Goldhöpping zu erreichen, ein weiteres Schneefeld hinunter und noch einmal etwa einhundert Höhenmeter über Blöcke hinaufklettern müssten. Simone verweigert, denn der Abstieg ist ja immer schwieriger als der Aufsteig.

Von hier sehen wir auch, dass oben auf dem Gipfel ohnehin kein Stehplatz mehr frei ist. Es ist Goldhöppingtag und ganz Norwegen trifft sich heute hier oben! Von der Juvasshytta steigt über den Gletscher eine lange Reihe Menschen auf. Es sieht aus wie eine Ameisenstrasse.

Der Blick von hier ist auch schon überwältigend. Wir schauen weit über das Land, überall Berge, Gletscher und Schneefelder einzig das kleine Stück hinter dem Gipfel des Goldhöpping können wir nicht einsehen. Ich versuche ein großes Panoramabild aufzunehmen, bevor wir den Abstieg beginnen. Über die Schneefelder ist es einfach, sie sind weich und wir können lange Strecken einfach hinabrutschen. Die tiefen Schritte über die Blöcke und die vielen Kletterstellen kosten Zeit und Kraft. In der Abendsonne sind wir dann wieder an unserem treuen Bulli.

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Nach der nicht ganz erfolgreichen Kletterei zum Goldhöpping wollen wir wieder eine schöne Strecke wandern. Eine Rundtour über Gjendebu, Memurubu und eventuell zum Russvatnet schwebt uns vor. Der Wetterbericht sagt fünf Tage stabiles Wetter und dann Gewitter voraus. Gewitter in den Bergen ist kein Spass, aber fünf Tage mit Sonnenschein und blauem Himmel, das ist verlockend. So maschieren wir mit Zelt und Kocher los, das Visa Tal hinauf. Der Weg ist einfach zu gehen, der Bach glänzt in der Sonne und die Gletscher und Wasserfälle leuchten wunderschön. So gefällt uns das viel besser als diese Blockkraxelei.
Dann kommt ein durch die Schneeschmelze stark angeschwollener Bach. Schuhe aus? Nee! Eine norwegische Familie will uns über den Bach helfen. Prompt landet Simone mit dem linken Fuß bis über das Knie im Wasser. Oh je. Jetzt müssen wir ersteinmal die Schuhe trocknen. Ein kleines Stück weiter ist eine schöne Stelle an einer Stromschnelle. Zelt aufbauen, Socken und Schuhe zum Trocknen stellen, baden gehen und in die Sonne legen. So wird es ein ruhiger entspannter Nachmittag. Wir schauen noch einmal auf die Wanderkarte. Das mit dem Badeurlaub im Jotunheim ist auch eine schöne Sache. Wenn wir durch das Urdadal gehen schneiden wir etwas vom Weg ab und außerdem sind da zwei größere Seen eingezeichnet. Dort zu zelten ist bestimmt schön.

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So biegen wir hier vom geplanten Weg ab und steigen steil an einem tollen Wildbach bergauf. Auf der folgenden Ebene ist es recht naß, aber es ist grün und gut zu gehen. Dort hinten im Tal geht es wieder steil bergan, dahinter müssen die Seen sein. Am Talende geht es zunächst über große vom Eis glattgeschliffene Felsplatten, dann wird es blockig. Na gut wir sind ja gleich an den Seen. Diese liegen aber mitten in einer Steinwüste, zelten ist hier unmöglich. Norwegisch sollte man können, der Name Urdadal sagt das bereits!!! Wir steigen über acht Stunden von Block zu Block. Das ist auf Dauer sehr ermüdend. Als wir gegen Abend eine geeignete Stelle sehen bauen wir unser Zelt auf. Kochen entfällt, wir sind echt müde. So gibt es Würstchen, Trockenfleisch, Knäckebrot und Bixit. Eine echt tolle Mischung.

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Am nächsten Morgen ist es nur noch ein kleines Stück, dann liegt dieser schwierige Weg hinter uns. Die Landsschaft wird herrlich grün, mit Wiesen, sprudelnden Bächen, kleinen Wasserfällen und wunderschönen Ausblicken. Wir rasten zum Frühstück, baden im Bach und geniesen die Sonne. Nächstes Mal gehen wir brav über Leirvassbu!

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Kurz vor Gjendebu steigen wir auf zur Memurutunga. Hier oberhalb von Gjendebu, an einem kleinen Bergsee, bleiben wir. Es ist sehr heiß. Die Sonne brennt geradezu. Wir gehen, wie viele Wanderer, hier baden. Der See auf ca. 1400m gelegen ist richtig warm. Jetzt ist es Zeit aus der Sonne zu kommen. Wir legen und setzen uns in den Schatten des Zeltes. Von hier geniessen wir die Aussicht über die Berge rund um den Gjendesee. Die Nacht ist kurz und warm.
Gegen vier Uhr morgens sind wir auf, packen und gehen in der Morgenkühle weiter. Es ist herrlich hier allein unterwegs zu sein. Leider ist es etwas diesig und der Blick über den Gjendesee daher etwas getrübt. Das ist nicht so schön für Fotos. Hier kündigt sich schon der Wetterumschwung an.

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Über das Memburudalen steigen wir ab zum See und verbringen hier die Nacht. Wir merken die Anstrengungen der letzten Tage und beschließen die Wanderung durch Jutunheim hier zu beenden. Morgen nehmen wir das Boot nach Gjendesheim!

Fjordland

Der Motor heult und qualmt bergab mächtig, so das unser Fanclub ganz freiwillig auf Abstand bleibt. Bulli fahren hat aber auch echte Vorteile, die Straße vor uns ist fast immer frei. Wir sind auf dem Weg in die großartigen norwegischen Fjorde, um uns einige fast wanderfreie Tage zu gönnen.
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Am Weg nach Odda am Sørfjord liegen einige hübsche Orte, wie zum Beispiel Rødal mit seiner Stabkirche und auch sehr schöne Wasserfälle. An anderen Stellen kann man in tiefe Schluchten schauen und reißende Wildflüsse bewundern.
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Von Odda aus fahren wir auf sehr schmalen Straßen zum Buarbreen. Wir gelangen zu einem Bergbauernhof mit einem großen Parkplatz. Im Reiseführer steht, dass der Weg von hier bis zum Gletscher bei Norwegern ein beliebter Familienausflug ist. Wir sehen auch bereits etliche Familien mit kleinen Kindern auf dem breiten Weg den Gletscherfluss entlang wandern. Gern wollen wir uns diese Gletscherzunge des Folgefonna Gletschers aus der Nähe anschauen. Ein kleiner Spaziergang ist ja in Ordnung, Turnschuhe sollten dafür reichen. Der breite Uferweg führt zunächst in den Wald und nur mäßig bergauf. Doch nachdem wir einen Bach auf einer Brücke gequert haben geht es steil an einem Seil hinauf. Na gut ein Stück am Seil kein Problem. Dann noch ein Seil und noch ein Seil und ... . Jetzt sind wir schon so weit, die letzten paar Höhenmeter gehen nun auch noch. Wir stehen auf einem Aussichtspunkt hoch über dem Fjord mit herrlichem Blick auf den Fjord und die gewaltige Gletscherzunge. Ganz an das Eis heran können wir leider nicht. Es liegt ein reißender Gletscherabfluss dazwischen.
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Das Wasser ist richtig angenehm und wir sind ein ganzes Stück hinaus in den Fjord geschwommen. Wir sind am Badeplatz von Aga am Sørfjord. Die Sonne scheint bereits auf die Obstplantagen und es ist herrlich warm, auch wenn der Himmel bedeckt ist. Gleich gibt es Frühstück mit Blick auf Fjord und Folgefonna Gletscher.
Agatunet ist eine an ihrem Platz erhaltene Siedlung. Das älteste Gebäude datiert auf etwa auf das Jahr 1250. Einige Häuser, dieser im Schutz eines Berges liegenden Siedlung, sind heute noch bewohnt. Somit ist ein großer Teil des Ortes Museum.
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Die Fahrt mit der Fähre von Gudvangen nach Kaupanger ist immer wieder wunderschön. Der herrliche, enge Nærøfjord mit seinen kleinen an den Bergen hängenden Höfen, und dem leuchtenden oder auch düster abweisendem Fjord faziniert uns jedes Mal. Wir haben einen Logenplatz auf dem Oberdeck und geniessen die Fahrt.
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Von Hafslo aus, wo wir einige Tage bleiben, besuchen wir die älteste Norwegische Stabkirche in Urnes. Wir hatten diese bereits vor acht Jahren bei unserer Wanderung zum Molden liegen sehen. Diesmal setzen wir mit der kleinen Fähre über den Fjord und bewundern die alten Schnitzarbeiten und die Konstruktion.
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Bevor wir uns vom Sognefjord verabschieden fahren wir noch in das Jostedal, um die Gletscher zu sehen. Am Nigsdalsbreen, wo wir vor acht Jahren bis an das Eis herangekommen sind, sind wir mächtig erschrocken. Siebenhundert bis achthundert Meter ist der Gletscher zurückgegangen. Wir müssen weit über Felsen hinauf und trotzdem ist der Zugang zum Eis nicht mehr möglich. Da ist der gefährlich reißende Gletscherabfluss und die Gefahr von herabstürzenden Eisbrocken, so das ein sich nähern lebensgefährlich wäre.
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Heute haben wir uns ausnahmsweise einer organisierten Tour angeschlossen. Wir wollen zum Ausdalsbreen. Dazu fahren wir bis an das Ende des Jostedals zur Staumauer des Styggevatnet. Unserem treuen Bulli wird dabei ganz schön warm. Uns wird dann auch gleich warm, denn warme Kleidung plus Schwimmweste und Spritzdecke und dann im Sonnenschein auf die Staumauer steigen ist ziemlich schweißtreibend. Mit Kayaks geht es dann eineinhalb Stunden über den See bis wir am Gletscher sind. Unterwegs passieren wir kleine Eisberge und haben einen herrlichen Blick auf den in den See ragenden Gletscher. Mit Steigeisen und als Seilschaft erkunden wir dann die Gletscherspalten. Morgen geht es wieder in die Berge!

Hardangervidda

Die Sonne steht bereits im Westen als wir vom Parkplatz am Almannsvegen aufbrechen. Wir haben nicht in Haukeliseter geparkt, denn dort muss man jetzt Parkgebühren bezahlen. Es ist noch warm, aber der Wind frischt bereits auf.

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Nach unserem obligatorischen Startfoto geht es auch gleich richtig bergauf. Mit Zelt, Kocher und Lebensmitteln sind unsere Rucksäcke ungewohnt schwer. So kommen wir nur langsam voran. Der Almannsvegen ist auch nicht so klar markiert wie die Hauptrouten in der Vidda. Gelegentlich müssen wir die Markierungen suchen.
Jetzt ziehen dicke Wolken auf und der Wind frischt mächtig auf. Als wir den Pfad von Haukeliseter nach Hellevassbu erreichen schlagen wir im Schutz eines großen Felsens unser Zelt auf. Das erste Mal unter echten Bedingungen. Es klappt alles und bald steht unsere Villa. Nach kurzer Zeit regnet es auch schon. Aber im Zelt ist es trocken und gemütlich.
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Noch zwei Tage lang bleibt das Wetter launisch. Jetzt klappt das Zelt aufbauen und einrichten in ganz kurzer Zeit. Wir erreichen Hellevassbu, die erste DNT Hütte auf unserem Weg. Hier legen wir eine kurze Mittagsrast ein und kochen in der Hütte. Hinter Hellevassbu bauen wir unser Zelt noch einmal kurz vor einem Schauer auf. Am nächsten Morgen sehen wir zum ersten Mal den Hörteigen. Dann wird es wärmer und am Himmel zeigen sich immer mehr blaue Stellen. In Litlos scheint die Sonne und zum Abendessen gibt es wie vor acht Jahren leckere Pilzsuppe als Vorspeise.
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Am vierten Tag wird es richtig sonnig und immer wärmer. Hier am Hörteigen ist bereits bestes Sommerwetter und im See von Torehytten schwimmen wir um uns abzukühlen. Vor acht Jahren schwammen hier noch Eisschollen auf dem Wasser. Wir gehen weiter nach Hadlaskard der Abstieg in diese Niederung ist ein wunderschöner Weg. Wilde natürliche Flüsse, viele Wasserfälle und im Hintergrund der Hörteigen. Die Ebene selber ist riesig. Auf den Bilder kommt die unglaubliche Weite dieser Landschaft kaum zur Geltung. Wir laufen viele Stunden und spüren kaum ein Vorankommen. Jetzt ist es bereits Abend und nun liegt am gegenüberliegenden Flussufer Hadlasgard. Hier an den schönen Stromschnellen bleiben wir. Badeurlaub in Hardanger Vidda es ist kaum zu glauben.
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Das ungewöhnlich schöne Wetter ist beim Wandern im freien Gelände ohne Schatten auf Dauer auch anstrengend. Jetzt um die Mittagszeit ist es richtig heiß. Dort am Fluss ist eine schöne Stelle. Es reicht für heute, wir bauen das Zelt auf. Es ist ein großer Vorteil, wenn man nicht bis zur nächsten Hütte muss sondern sein Zelt dabei hat. Wir bleiben hier zwei Nächte. Ein Pausetag im Fjell mit Granitplatten als Strand, privatem Wirlpool und absouluter Ruhe. Was für ein Luxus!
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Über das Berghotel Hedlo, geht es jetzt auf matschigen und steinigen Wegen in Richtung Lishet. Fjellbirkenwäldchen sind keine schöne Wegstrecke. Inzwischen sind unsere Rucksäcke aber gesackt oder wir wieder fit, so das wir gut vorankommen. Über die Mittagszeit müssen wir lange rasten, es ist einfach zu warm. Gegen frühen Nachmittag sehen wir vom Bergrücken bereit die Gegend um den Voringsfossen weit unten liegen.

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Am frühen Abend sind wir auf dem Campingplatz in Garen. Wir geniessen die Abendsonne. Morgen nehmen wir den Bus nach Haukeliseter um unsern treuen Bulli abzuholen.

Südnorwegen

Es ist fast Mitternacht als wir Kristansand erreichen. Wir finden einen ruhigen Parkplatz im Yachthafen.

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Am frühen Vormittag erkunden wir die Stadt. Es ist eine Stadt, die gerade hübsch gemacht wird. Rund um den Yachthafen sind hochmoderne Wohngebäude mit großen Balkonen entstanden. Parkanlagen lockern alles auf. Hier sind junge Kirschbäume, Spielplätze und sogar ein Strand angelegt worden. Im Altstadtviertel wird viel gebaut, man sieht deutlich, dass die Stadt herausgeputzt werden soll.
Wir finden das gesuchte DNT Büro und erneuern unsere Mitgliedschaft. Eine neue Wanderkarte und eine moderne Abrechnungs-App für die Nutzung der Hütten bekommen wir auch.

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Los geht es entlang der Südküste. Wir wollen nicht auf der Hauptstraße fahren, sondern suchen uns Nebenstrecken entlang der vielen kleinen Fjorde und Buchten. Es ist landschaftlich wunderschön, aber sehr kurvig und teils auch sehr steil. Das hatten wir hier so nicht erwartet. Da uns keiner überholen kann haben wir schon nach wenigen Minuten einen großen Fanclub hinter uns. Wir erreichen Mandal, eine Stadt in den Schären der Suedküste. Im Windschutz ist es richtig warm und in den Gassen der Stadt herrscht fast ein südländisches Treiben. Es gibt Aussichtsberge und sogar langgestreckte Sandstrände in herrlichen Buchten.

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Unser nächstes Ziel ist der Leuchtturm von Lindenes. Er markiert den südlichsten Festlandspunkt Norwegens. Hier ist es sehr windig. Wir erkunden die Landspitze und den Leuchtturm.

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Der kleine Ort Korshavn hat uns sehr gefallen. Hier kann man angeln und sogar tauchen. Leider spielt das Wetter nicht mit. Bedeckter Himmel, kräftiger Wind und gelegentlicher Regen sind nicht das was wir uns für die Küste wünschen. Also auf in die Berge.

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Wir folgen der Reichsstraße 9 entlang des Bygfjord. Das ist ein langgestreckter See, kein Meeresarm. Hier wird es gleich deutlich wärmer. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Hardanger Vidda.

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Gegen frühen Nachmittag erreichen wir die Haukeli Passstraße und sind startklar!

Dänemark

Unser erstes Land auf dieser Reise ist Dänemark.

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Von Husum fahren wir nach Tonder. Simone sagt: "Die Stadt da sieht hübsch aus, lass sie uns anschauen". Also schnell links blinken, auf die Bremse und abbiegen. Mein ganzer Fanclub freut sich endlich freie Fahrt. Die Stadt ist hübsch,schöne gepflegte Häuser, eine Fußgängerzone und feiernde Studenten.

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Am frühen Vormittag kommen wir über einen langen Seedamm auf die Insel Romö. Hier fahren wir unseren Bulli direkt auf den breiten Sandstrand. Neben einem modernen Wohnmobil halten wir. Gut das wir nicht weitergefahren sind vor uns wird gerade ein Auto aus dem lockeren Sand gezogen.
Barfuß aber mit warmer Jacke spazieren wir am Wasser entlang. Es weht eine steife Brise. Die Kitesurfer freut es. Für uns ist es nach den heißen Tagen an der Ostsee etwas frisch.

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Unsere nächste Station ist Hennestrand. Hier gefällt es uns! Dünen, weißer feiner Sand und keine Autos am Strand. Wir laufen lange am weiten endlos wirkenden Strand entlang, geniessen die Ruhe und das Rauschen der Wellen. Auf einer kleinen Farm bleiben wir die Nacht. Die Landschaft ist noch viel naturnaher als bei uns in Deutschland.

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Auf unserem Weg nach Norden finden wir kleine Häfen, und viele Ferienhaussiedlungen. Bei Ferring besuchen wir den Leuchtturm auf der Steilküste und sehen die ersten Bunkeranlagen dieser einst stark befestigten Küste. Hier ist das Land noch viel dünner besiedelt, weit und grün.

Fast schon bei Hanstholm fahren wir durch wunderschöne Heide und Dünenlandschaften. Leider haben wir sehr starken und kalten Wind. Simone meint, bei Sonnenschein ist es überall schön. Wenn es bei solchem Wetter schön ist, dann ist es wirklich schön.

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Bei Skagen treffen Nord- und Ostsee aufeinander. Hier ist so richtiges Kabbelwasser. Viele Menschen wollen das einmal sehen. Erst ist es kalt, dann zeigt sich die Sonne und es wird richtig warm. In Neuseelandnennt man das "Dynamische Wetterbedingungen".

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Am Strand bei Hirtshals steht unser Bulli noch einmal direkt am Wasser. Ein Sturm peitscht die Wellen an den Strand und Simone lehnt sich gegen den Wind. Ein stürmischer Abschied von Dänemark. Hier hat es uns den Kopf wirklich freigepustet.

Vorbereitungen

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Liebe Freunde, wie ihr wisst haben wir noch eine Verabredung mit dem Kala Patar. Nepal, wir kommen!
Es ist jetzt soweit und in Kürze beginnt unser zweites Sabbatjahr. Wir sind schon kräftig am wiegen und packen. Hier einige erste Eindrücke von unseren Vorbereitungen.
Bevor es in den Himalaya geht, werden wir uns noch ein wenig in der weiten Welt herumtreiben. Lasst Euch überraschen!

Simone und Helmut


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